» Just another Java Tutorial – Part 1 - Braintuts        
braintuts
   
   

Just another Java Tutorial – Part 1

29.09.2014 | | Java | Rezept oder Workout umweltfreundlich drucken Drucken | Hinterlasse ein Kommentar
(bisher keine Bewertungen)
Loading...Loading...
      
         

Noch ein Java Tutorial?! Gibt es davon nicht langsam schon genug? Das mag sein. Doch dieses Tutorial ist auch ein Experiment.

Just another Java Tutorial – Part 1

Liebe Leser, ihr werdet euch sicherlich fragen: Noch ein Java Tutorial?! Gibt es davon nicht langsam schon genug? Das mag sein. Doch dieses Tutorial ist auch ein Experiment. Ich wurde immer wieder von Freunden und Bekannten gefragt ob ich ihnen nicht Programmieren beibringen kann. Mit dieser Tutorial Serie möchte ich nun meine Fähigkeiten als „Lehrer“ testen. Unter der Rubrik JAJAT wird nun in mehr oder wenigen regelmäßigen Abständen (je nachdem wie ich Zeit habe und ob Eurerseits überhabt Interesse besteht?) ein Tutorial von mir erscheinen, in dem ich versuche euch das Programmieren näher zu bringen.

Fangen wir gleich mal mit einem Praxis Beispiel an. Ihr werdet es schon ahnen: „Hello World!“. Für jene unter euch die damit nichts anfangen können, erkläre ich natürlich gerne was hinter diesen beiden Wörtern steckt. So ist es seit Jahrzenten Tradition unter Programmierern, als erstes beim Erlernen bzw. Schulen einer Programmiersprache ein Programm zu schreiben, das „Hello World!“ auf der Kommandozeile ausgibt. Doch bevor wir anfangen können, müssen wir euren Computer dementsprechend einrichten, damit ihr Java Programme erstellen, compilieren und ausführen könnt. Wenn ihr noch nicht wisst, was compilieren bzw. was ein Compiler ist, müsst ihr euch keine Sorgen machen. Darauf werde ich nachher noch genauer eingehen.

Einrichtung

JRE

Als Erstes braucht ihr die JRE (Java Runtime Engine). Diese JRE ermöglicht es euch Java Programme auszuführen. Sie ist auch unter dem Namen JVM (Java Virtual Machine) bekannt und es besteht durchaus eine gute Chance dass ihr diese schon installiert habt. Downloaden bzw. testen ob ihr die JRE habt könnt ihr hier: http://www.java.com/de/download/. Ihr fragt euch sicherlich: „Wozu brauche ich ein Programm um meine selbst geschriebenen Programme auszuführen? Sonst reicht es doch immer wenn ich auf eine Exe klicke?!“. Das ist eine gute Frage. Habt aber noch ein bisschen Geduld, bis ich es euch genauer erkläre.

JDK

Nun braucht ihr noch das JDK. JDK steht für Java Development Kit. Das JDK beinhaltet einige Werkzeuge zur Entwicklung von Java Programmen. So unter anderem den Javacompiler (javac). Ein Compiler ist ein Programm das euren Quellcode, den ihr lesen und verstehen könnt, in eine Form übersetzt die euer Computer lesen kann (Maschinencode). Genau hier liegt aber ein Unterschied von Java zu den „klassischen“ Programmiersprachen. Der Programmcode wird nicht direkt in ausführbaren Code umgewandelt. Bei Java wird der Quellcode nämlich in Bytecode umgewandelt, der in der Virtuellen Maschine ausgeführt und erst zu Laufzeit in Maschinencode umgewandelt wird. Das mag zwar umständlich klingen, hat aber durchaus seine Vorteile. Zum Beispiel kann ich meine Programme auf einer Vielzahl von Systemen ausführen ohne die Programme direkt dafür anzupassen, solange es eine Implementierung der Virtuellen Maschine für das System hat. So laufen Java Programme auf Linux, Windows, Mac Os und vielen anderen Systemen. Den Download findet ihr unter: http://www.oracle.com/technetwork/java/javase/downloads/indexjsp138363.html.

Es ist JAVA SE Standardedition 8 zu downloaden.

Abbildung 1: Die Seite ist ein bisschen unübersichtlich. Oben im Bild seht ihr den Button den ihr klicken müsst.

IDE

So jetzt habt ihr theoretisch alles was ihr zum Java Programmieren braucht. Was jetzt noch fehlt ist ein Texteditor in den ihr euer Programm schreibt. Theoretisch kann man einfach den bei Windows / Mac OS mitgelieferten Texteditor nehmen. Praktisch jedoch, werdet ihr dann sehr schnell keine Lust mehr haben zu programmieren, denn ihr müsst dann alles per Hand machen. Da bieten Entwicklungsumgebungen durchaus ihre Vorteile. So bieten sie Sintax Highlighting (farbliches hervorheben von Befehlen) an, unterstützen euch beim Debugging(ausmerzen von Fehlern), zeigen schon vor dem Compiling Fehler an und noch einiges mehr. Es gibt eine Vielzahl von IDEs (Integrated Development Environment = „integrierte Entwicklungsumgebung“), doch wir werden hier Eclipse verwenden, das u.a. eines der meistgenutzten IDEs ist. Downloaden könnt ihr Eclipse unter: https://www.eclipse.org/downloads/.

Eclipse IDE für Java Developers

Abbildung 2: Vorerst reicht diese Version.

Hello World

Doch jetzt genug geschwafelt. Lasst uns jetzt mit Hello World anfangen. Doch eine Sache müssen wir noch machen bevor wir anfangen. Und zwar die Java Umgebungsvariablen setzen. Diese sagt eurem Windows, in welchem Ordner Java zu finden ist, wenn ich Java befehle ausführe. Wie ihr das für eure verschiedenen Systeme macht findet ihr unter: https://www.java.com/de/download/help/path.xml.

So, jetzt endlich können wir anfangen. Dazu legen wir am besten einen neuen Ordner an (Bei mir C:\Users\admin\Documents\javatuts). Haben wir das erledigt, machen wir einen Rechtsklick>Neu>Textdokument. Dieses benennen wir um in HelloWorld.java. Daraufhin öffnen wir die Datei und fügen folgenden Code ein:

Daraufhin speichern wir mit Strg + S und schließen das Dokument.

Wenn ihr gut aufgepasst habt, müsstet ihr den nächsten Schritt jetzt schon erahnen können. Richtig, wir müssen den Quellcode jetzt compilieren. Drückt dazu nun die Shift Taste, macht einen Rechtsklick auf einen freien Platz und klickt auf „Eingabeaufforderung hier öffnen“.

Bild des Kontextmenüs

Nun sollte sich die Eingabeaufforderung öffnen. Tippt dann folgendes ein:

und bestätigt mit der Entertaste. Zur kurzen Erklärung: Wir rufen den Java-Compiler (javac) mit dem Speicherort des Quellcodes als Parameter auf. Wenn ihr jetzt wieder in euren Ordner geht, werdet ihr merken, dass nun eine weitere Datei hinzugekommen ist. Die HelloWorld.class.

Diese HelloWorld.class enthält den Bytecode von dem wir oben gesprochen hatten. Nun wollen wir unser Programm ausführen und sehen was passiert. Könnt ihr schon erraten, was unser Programm machen wird?

Um es auszuführen, wechseln wir wieder in die Eingabeaufforderung und geben nun folgenden Code ein:

Tada, euer erstes Java-Programm:

Dieses Bild zeigt, wie auf der Konsole HelloWorld ausgegeben wird.

Hello World in Eclipse

Falls ihr euch jetzt fragt ob ihr das jedes Mal machen müsst, wenn ihr eure Java Programme testen wollt, kann ich euch beruhigen. Natürlich muss man das theoretisch jedes Mal machen, aber ihr könnt euch die Arbeit von einer IDE abnehmen lassen. Aus diesem Grund wollen wir unser Hello World Programm, nochmal programmieren, und zwar diesmal in Eclipse.

Dazu entpacken wir Eclipse in euren Wunschordner und öffnen die eclipse.exe. Daraufhin sollte sich nach kurzem warten folgendes Fenster öffnen:

Menü, welches erscheint um Speicherort des Workspaces anzugeben.

Am besten ihr gebt einen Speicherort auf eurer Datenpartition an, wenn ihr eine habt, oder z.B.: in eurem Dropbox / owncloud /… Ordner. Dann habt ihr eure Programme auch noch, sollte Windows mal nicht starten. Habt ihr mit Ok bestätigt sollte sich jetzt Eclipse öffnen.

Eclipse Lademaske

Abbildung 1: Dauert meißt ein bisschen bis Eclipse gestartet ist

So, oder so ähnlich, sollte euer Eclipse nach dem Ersten Start aussehen:

Eclipse Start Ansicht

Wir gehen nun auf den File-Reiter, wählen New und dann „Java Project“.

Daraufhin erscheint folgender Dialog:

Maske zum erstellen eines neuen JAVA-Projekts

Bestätigt mit „Finish“. Jetzt sollte sich auch die Ansicht verändert haben. Ist das nicht der Fall, Drückt rechts neben dem Welcome-Reiter auf das kleine X.
Rechts haben wir den Package Explorer. Er zeigt euch eure Projekte an, die Ihr schon in eurem Working Space habt. Wie ihr sehen könnt, hab ich schon ein paar Projekte.

Übersicht über den Package Explorer

Wir öffnen nun mit einem Doppelklick JAJAT, gehen auf den Ordner Source, Rechtsklick, NEW, Package.

Erstellen eines Packages über das Kontexmenü

Unter Name ist de.braintuts.helloworld einzutragen.

Damit legen wir ein neues Package an. Packages sind ein Mechanismus zum Organisieren von Klassen und dienen u.a. der Übersichtlichkeit. Oft werden Klassen mit derselben Funktionalität oder derselben Kategorie in ein Package abgelegt.Die Notation lautet wie folgt: Meißtens wird zuerst die TLD (Toplevel Domain) also hier de für Deutschland, dann der Name der Firmenhomepage (braintuts) und am Ende die Packagebezeichnung. Wir geben als unter Name: de.braintuts.helloworld ein.

Mit Finish beenden wir den Dialog.

Kontexmenü zum erstellen einer Klasse

Nun legen wir in diesem Package eine neue Klasse an. (Rechtsklick auf Package, New, class)

Menü zum erstellen einer neuen Java Klasse

Wir benennen die Klasse wie vorher schon HelloWorld und kreuzen public static void main(String[] args) an. Das heißt nämlich dass er uns die Main Methode automatisch generiert. Wie wir sehen, wenn wir auf Finish klicken, hat er uns Eclipse einige Arbeit abgenommen:

Nun müssen wir nur noch an der Stelle wo //TODO steht unser System.out.println(„Hello World“); einfügen. Diese Zeile mit TODO ist übrigens ein Kommentar, der vom Compiler ignoriert wird. Wie aller Text, der hinter // steht, bis zum Zeilenende. Ich auch hinter eine Zeile Code // machen, dann wird nur der Teil als Kommentar interpretiert der nach // kommt. Mit /* Hier Kommentar */ kann man Mehrzeilige Kommentare machen. /* öffnet sozusagen den Kommentar, */ beendet ihn. Kommentare werden übrigens meistens verwendet um Codestellen zu erklären, für Programmierer, die sich den Code nach mir anschauen. Kommentare sind also sehr wichtig für das Verständnis von Code.

 Main Methode

Nun zur Erklärung des Codes. Macht euch keine Sorgen, wenn ihr es jetzt nicht vollständig versteht. Ich werde später nochmals genauer darauf eingehen.

Diese Zeile, sagt aus, dass die Klasse Teil des oben genannten Packages ist.

Bedeutet, dass es sich um eine Klasse  (class) handelt, mit dem Namen HelloWorld. Das public nehmen wir jetzt einfach mal so hin.  public gibt die Sichtbarkeit an (Wenn ihr jetzt “hä” sagt, ist das kein Problem :D, ich werde später nochmal darauf zurückkommen ).

Diese Zeile ist die Signatur einer Methode. Genauer gesagt, der Main Methode. Auch zu Methoden wird noch ein extra Tutorial Teil erschein. Merken wir uns soviel, dass die Main Methode sozusagen der Startpunkt unseres Programmes ist. Hier fängt die VM an, den Code auszuführen.

Und zu guter letzt: Dieser Befehl, sagt der VM ich möchte auf der Konsole eine Zeile (prinln = print line) mit der Zeichenkette Hello World ausgeben. Das Semikolon ; gibt an, dass der Befehl zu Ende ist, nach jedem Befehl muss ein Semikolon kommen.

Wie die Zeit verfliegt. Jetzt habt ihr schon den Ersten Teil von JAJAT durchgearbeitet und seit eurem Ziel ein Profiprogrammierer zu werden einen Schritt näher gekommen.

Das nächste Tutorial wird sich dann den Aufbau von Befehlen und den Syntax widmen. Was Syntax ist? Das erfahrt ihr dann im nächsten Teil. Ihr seht also, es bleibt spannend. 😉

Und wem solange langweillig ist, der kann ja mal das Programm ein bisschen abändern und versuchen andere Sätze auszugeben.

Über Feedback freue ich mich immer (solange es nicht beleidgend ist 😉 ). Falls Fragen vorhanden sind, verfasst einen Kommentar.

Dann bis nächstes mal.

Euer brogrammer.

      
          
  

Hinterlasse ein Kommentar


Kommentar verfassen


Kommentare